Trauerbegleitung

Menschen, die einen anderen Menschen verloren haben, finden sich häufig in einer Situation wieder, die ungeheuer viel Kraft kosten und sehr belastend sein kann. Manchen erscheint es so, dass das Leben einen anderen Rhythmus angenommen hat und sich unwirklich anfühlt. Die Sinneswahrnehmungen wie Sehen und Hören sind verändert, essen und schlafen fallen schwer und scheinen keinen Sinn zu machen. Hinzu kommen Gefühle des Leides, der Trauer und der Angst: Schuldgefühle, depressive Stimmungen, Wut, Panik, Resignation, der Wunsch, zu entfliehen. Manche machen die Erfahrung, dass sich die Mitmenschen von ihnen fernhalten, weil sie nicht wissen, wie sie über das Thema sprechen können.
All dies – und manche Menschen haben auch ganz andere Trauererlebnisse – gehört zu einem Trauerprozess und ist keineswegs „unnormal“.
Trauer ist ein ganz individueller Prozess, der Zeit und Raum braucht. Jeder Mensch trauert anders.
In der Trauerbegleitung haben alle Gefühle und Reaktionen ihren Platz. Sie dürfen gelebt und gewürdigt werden. Im Laufe der Zeit wird der Schmerz geringer werden. Jeder Mensch sieht irgendwann Licht am Ende des Tunnels und kann die Zeit erfahren, wann es sich richtig anfühlt, dem leben wieder neu zu begegnen. Für die meisten von uns fühlt es sich dann gut an, kleine Schritte aus der Trauer heraus zu machen: vorwärts und auch mal wieder zurück. Irgendwann können wir mit mehr Gelassenheit und ohne Ängste zurückblicken und die Fröhlichkeit bekommt wieder einen Platz im Leben.